Weizen und anderes Getreide

Die Genetzte Ackerschnecke, Deroceras reticulatum, gehört zu den häufigsten Schädlingen im Getreide, wobei jedoch auch Boden-Kielschnegel und andere Wegschnecken eine Gefahr darstellen.

Die Genetzte Ackerschnecke kann sich zu jeder Jahreszeit fortpflanzen und gehört auch zu der Art, die einen grösseren Teil ihrer Zeit oberirdisch verbringt. Ihr kurzer Lebenszyklus und das produktive Fortpflanzungsverhalten machen sie besonders problematisch – ihre Eier können in weniger als zwei Wochen ausschlüpfen, was die Bedeutung effektiver Kontrollprogramme verdeutlicht.

Von den landwirtschaftlichen Kulturpflanzen, die anfällig für Schneckenbefall sind, ist Weizen diejenige, die am wahrscheinlichsten in der Frühphase geschädigt wird. Die Nacktschnecke bewegt sich durch die bepflanzte Erde und greift dann die Pflanzen beim Aufgehen an. Das charakteristische Aushöhlen der Saat wird dadurch verursacht, dass die Pflanze den Embryo und das Endosperm sucht. Eine einzige Nacktschnecke kann in der Woche nach dem Aufgehen bis zu 50 Weizenpflanzen befallen.

Es werden aber nicht nur die Saaten befallen. Auch die Blätter des jungen Getreides sind höchst attraktiv für Schnecken. Hier ist das Zerbeissen das offensichtlichste Zeichen. Anders als bei Rapssaaten, bei denen die Wachstumspunkte über der Erde liegen, ist dies bei Getreide unter der Oberfläche der Fall. Sie werden nur in einem nicht verfestigten Saatbeet angegriffen. Frassschäden an Getreidesaaten ist selten eine Katastrophe; normalerweise erholen sich die Pflanzen nach der Behandlung mit Schneckenkorn.

Anwendung des Schneckenkorns

Die besten Ergebnisse erreicht man für gewöhnlich, wenn man das Schneckenkorn gut verteilt – es wird leichter gefunden. Wenn das Saatbeet so fein und fest ist, wie es sein sollte, dann wird das vermischte Schneckenkorn von den Schnecken nicht gefunden!

Wenn sich nach dem Ausbringen von Fallen zeigt, dass die Menge der Nacktschnecken unter der Auslöseschwelle – vier oder mehr pro Falle – liegt, dann empfiehlt es sich, ein Auge auf Probleme zu haben. Das gilt besonders an, wenn sich die Bedingungen verschlechtern oder die Entwicklung langsam verläuft.

Die gleichmässige Verteilung ist wichtig. So wird sichergestellt, dass die Nacktschnecken sobald wie möglich in Kontakt mit dem Granulat kommen. Kalibrieren Sie die Ausrüstung sorgfältig.

Kulturelle Kontrollmethoden können den Bedarf an Schneckenpellets verringern helfen.