Nacktschnecken
Für Landwirte sind vier Arten von Nacktschnecken relevant:

 

1. Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum):

Dies ist die häufigste und am weitesten verbreitete Gattung. Sie ist aktiver über dem Erdboden als darunter, kann sich das ganze Jahr über fortpflanzen und ist sehr produktiv. Von den drei Arten frisst sie am wahrscheinlichsten grünes (d. h. wachsendes) Pflanzenmaterial. Jede Nacktschnecke kann bis zu dreihundert Eier legen, die schon nach zwei Wochen schlüpfen können und eine Welle hungriger Jungschnecken hervorbringen.   

 

2. Garten-Wegschnecke (Arion hortensis):

Die auch als Echte Gartenwegschnecke bekannte Nacktschnecke vermehrt sich in einem Jahreszyklus, der sich auf den späten Frühling und Frühsommer konzentriert. Sie ist an der Oberfläche weniger aktiv, dort jedoch während der Fortpflanzungszeit häufiger sichtbar.  

 

 

 

 3. Boden-Kielschnegel (Tandonia budapestensis):

Die Grösste der drei Gattungen wird typischerweise bis zu 70 mm lang – doppelt so lang wie die beiden anderen. Im Allgemeinen handelt es sich um eine unter der Oberfläche lebende Art. Erwachsene Tiere sind jedoch während der Fortpflanzungszeit von November bis Januar üblicherweise an der Oberfläche sichtbar.  Sie reproduziert sich mit nur 20 auf einmal gelegten Eiern deutlich weniger stark als die Garten-Wegschnecke. Die Jungen schlüpfen im April oder Mai und werden im darauffolgenden Herbst reif. In Grossbritannien ist sie nicht überall zu finden, breitet sich aber aus. Feuchte Sommer und warme, nasse Winter ermöglichen es Nacktschnecken, den Grossteil des Jahres aktiv zu sein zu sich zu vermehren. Der Bodentyp und die Verfügbarkeit von Futter wirkt sich auf die Scheckenmenge aus.

4. Spanische Wegschnecke (Arion lusitanicus oder Arion vulgaris):

Diese Gattung wurde erst vor kurzem auf den britischen Inseln entdeckt. Diese aufdringliche, braune Nacktschnecke ist die grösste bekannte Nacktschneckenart und eine echte Plage beim Anbau. Es handelt sich um ein sehr robustes Tier, das erhebliche Schäden anrichten kann, wenn es erst einmal einen Garten oder ein Gemüsefeld befallen hat.